KDFB

Plastikfasten

Fastenzeit 2021

Beim Plastikverbrauch liegt Deutschland europaweit an der Spitze. In vielen Bereichen unseres Lebens ist Pastik kaum wegzudenken. In Coronazeiten vor allem im Bereich der Hygiene – da gibt es oft keine Alternativen.

Um so wichtiger ist es, Plastik an anderer Stelle einzusparen. Plastikfasten 2021 – so wichtig wie nie zuvor. Denn ein „Weiter so“ wie bisher lässt die Plastikberge in immense Höhen schnellen, mit schlimmen Konsequenzen für Natur und Umwelt.

Aber wir haben doch den gelben Sack?

Gut zu wissen, dass nur ein Bruchteil des Plastikabfalles, den wir in den gelben Sack geben, recycelt werden kann.

In der Fastenzeit 2021 veröffentlicht der Frauenbund jede Woche im Mitteilungsblatt Anregungen zum Plastikfasten. Kleine Beiträge für den Einzelnen – eine große Sache in der Summe der Haushalte.

Fastenwoche 1: Spülmaschine und mehr

Fasten kann man auf viele Arten. In unserer Zeit ist „Plastikfasten“ mit Sicherheit eine besonders sinnvolle Art des Fastens – zum Wohl unserer Erde, die Gott uns anvertraut hat. Es kommt auf jeden von uns an, wenn es darum geht, diese Erde für die kommenden Generationen lebenswert zu erhalten. Und jeder noch so kleine Beitrag ist dabei wichtig. Die Einzelverpackungen von Spülmaschinentabs beispielsweise, werden zu Plastikbergen in der Summe der Haushalte. Das gleiche gilt für Plastik-Wattestäbchen oder Paketklebebänder aus Plastik. Der Handel bietet umweltfreundlichere Alternativen an. Wollen wir in dieser Fastenzeit gemeinsam besonders darauf achten?

Viele Anregungen findet man auch im Internet. Einfach die Stichworte „Plastik vermeiden“ oder „plastikfrei“ in die Suchmaschine eingeben.

Fastenwoche 2: Kaffee und mehr

Fasten für unsere Umwelt? Unbedingt – denn es ein zutiefst christliches Fasten für die Bewahrung der Schöpfung, die Gott uns Menschen anvertraut hat.

Es kommt auf unsere kleinen Entscheidungen an, die wir tagtäglich treffen. Die Entscheidung für oder gegen die Plastikflasche, für das Waschgel oder für die Seife, für das verpackte oder für das unverpackte Lebensmittel, für oder gegen Coffee-to-go im Wegwerfbecher.

Für die umweltfreundliche Kaffeezubereitung zu Hause gibt es etliche unkomplizierte Filtersysteme, mit denen man auch kleine Kaffeemengen ohne großen Abfall, preiswert und mit viel Aroma zubereiten kann. Geben Sie die Stichworte „Kaffee umweltfreundlich“ in Ihre Suchmaschine ein und lassen Sie sich überraschen.

Fastenwoche 3: Bienenwachstücher

Kennen Sie schon Bienenwachstücher zum Einpacken und Abdecken? Eingeschlagen in das wiederverwendbare Wachstuch bleiben Obst, Gemüse und Brot lange frisch. Oder Sie schützen den Anschnitt von Gurke, Zitrone oder Wurst mit dem Tuch. Es gelangen keine Schadstoffe in die Lebensmittel – im Gegensatz zur Alu- oder Frischhaltefolie.

Auch Einfrieren ist mit dem Tuch möglich. Und beim Abdecken von Schüsseln passt es sich jeder Form an und ersetzt bestens die Frischhaltefolie. Aber auch als Geschenk bereitet es Freude. Interessiert? Im örtlichen Handel oder im Internet werden Sie fündig.

Fastenwoche 4: Duschgel, Seife, Duschstück oder Duschpulver?

Reihenweise füllen bunte Duschgel-Flaschen die Regale in den Drogeriemärkten – ein Plastikmüllberg von immensen Dimensionen. Die bestens bekannte Alternative: das Stück Seife. Ein Stück Seife kann bis zu sechs Flaschen mit flüssigem Duschgel ersetzen.

Auf Grund der alkalischen Oberfläche bietet ein Seifenstück keinen Nährboden und keinen Lebensraum für Bakterien, auch wenn es von mehreren Personen benützt wird. Eine schicke Seifenablage aus Naturmaterial oder ein Seifensäckchen sorgen für die optimale Lagerung. Das Seifensäckchen erleichtert zudem die Handhabung der feuchten Seife. Probieren Sie es einfach einmal aus.

Seife besteht aus wenigen Komponenten und belastet unser Abwasser geringer als Duschgel. Wer sich aber mit dem Klassiker nicht anfreunden kann, für den gibt es festes Duschgel (Duschstück) oder auch ein Duschpulver, das mit Wasser angerührt wird und im haltbaren Spender zum Einsatz kommt. Der ph-Wert beim festen Duschgel sorgt auch bei empfindlicher Haut für ein angenehmes Gefühl. Ein aufmerksamer Blick im Drogeriemarkt oder im Online-Handel lohnt sich – nicht nur für unsere Umwelt.

Und bis die Seife oder das feste Duschstück Einzug im Badezimmer hält, hier noch ein Tipp: Nicht so fest auf die Flasche drücken! Denn Duschgels haben eine Konsistenz, die automatisch zu üppigem Verbrauch führt. Bewusst die Hälfte nehmen und man wird genauso sauber. Das gilt auch für Shampoos.

Fastenwoche 5: Plastikfrei in den neuen Tag

Bevor wir in den neuen Tag starten, haben es die meisten von uns mit Plastik zu tun. Rasieren, frisieren, shampoonieren, Zähne putzen – Plastik ist im Badezimmer allgegenwärtig. Ein aufmerksamer Blick beim nächsten Einkauf zeigt: Es geht auch ohne. Das Zauberwort heißt „Bambus“. Zahnbürste, Rasierer, Rasierpinsel, Haarbürste oder Kamm aus Bambus warten darauf ausprobiert zu werden.

Und wer anstatt zur Flasche mit flüssigem Shampoo zu festem Shampoo greift, spart viel Plastik. Die Inhaltsstoffe und die Waschwirkung sind beim festen und beim flüssigen Shampoo gleich. Das feste Shampoo wird einfach mit Wasser aufgeschäumt.

Fastenwoche 6: Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr

Waschmaschinen spülen Unmengen kleinster Plastikteilchen in die Umwelt – Fasern aus Polyester, Polyacryl, Elastan und andere. Die Partikel sind so winzig, dass Kläranlagen sie nicht herausfiltern können. Beim Waschen können hier 500.000 bis sechs Millionen Mikrofasern pro Waschgang freigesetzt werden. Unser Tipp: Waschen Sie synthetische Kleidungsstücke, Mischgewebe und Mikrofasertücher im sogenannten „Waschbeutel gegen Mikroplastik“. Angenehmer Nebeneffekt: Wäsche und Waschmaschine werden geschont.

Beim Kleiderkauf lohnt sich ein aufmerksamer Blick auf das Etikett für die Umwelt immer – .je mehr Naturfasern, desto weniger Mikroplastik! Achtung: Fleece-Stoffe geben extrem viele Mikroplastikfasern ab.